WER IST GÜNTER BRESNIK?

Es wird gerade heftig diskutiert, zumindest unter Dominic’s Fans, ob die Zusammenarbeit noch Zukunft hat, ob dort alles stimmt, ob Dominic eine passende und selbständige Position einnimmt, ob wir alle, Fans, von Bresnik als ein (überflüssiger?) Teil des Geschäfts gehandelt oder pauschal, zusammen mit allen Medien, als “deppert” bezeichnet werden, und und.

Also wer ist Günter Bresnik – für Dominic und seine Familie und für uns, Domini’s Fans? Jetzt und für die Zukunft? Mastercoach? Manager? Urvater? Herrscher? Freund? Hochstapler?


Wieso dürfen wir solche Frage stellen? Ist Herr Bresnik nicht eine private Person mit dem ganzen Schutz, der dazu gehört? Er ist definitiv nicht, soweit er eine öffentliche Rolle spielt. Gleich wie Dominic. Er muss auf Teil seiner Privatsphäre verzichten, weil er als professioneller Tennisspieler eine öffentliche Person geworden ist. Umso mehr, wenn er so erfolgreich ist.


Was sehen wir als Vor- und was als Nachteile von Bresnik in seiner Rolle (seinen Rollen?) gegenüber Dominic und gegenüber der Öffentlichkeit?

Vorteile

  • Er ist bestimmt der Vater der Dominic’s Karriere. Wo Dominic heute ist, würde er ohne Bresnik nicht gelangen. Grund genug zu einem großen Respekt. Kann es aber weiter so gehen?

Nachteile

  • Aus privaten Gründen ist Bresnik seit einem Jahr nicht mehr so aktiv dabei wie früher. Verständlich und es wurde auch verständlich und klar ausgedrückt.  Wäre schon kein Nachteil, sollte Bresnik jemanden anderen als Mastercoach akzeptieren oder eben finden. Das ist nicht getan.
  • Jetzt wird er mehr und mehr zum Manager. Ein professioneller Tennisspieler braucht einen. Ist es aber gut, wenn diese Rolle der Coach übernimmt?
  • Die Rollen sind nicht klar abgetrennt. Wir wissen nicht (und womöglich Dominic auch), ob Bresnik gerade als Coach oder als Manager tätig ist. Es gibt Gründe zur Annahme, dass er diese Rollen nicht trennen kann und es nicht kann oder nicht will, Dominic und der Welt klarzustellen, wann er in welcher Rolle auftritt.
  • Unprofessionelle Informationspolitik. An einem Tag hören wir Aussagen, die danach lauten, Dominic sei sich selber schuld, wenn er so viel verliert. An dem anderen, dass er doch super erfolgreich ist. Und noch weit vom Abschluss der Entwicklung.  Einerseits klar – ein großer Sportler muss sich lebenslang entwickeln. Ein Mensch, wer auch immer, entwickelt sich lebenslang. Andererseits – eines Tages macht man sich – als Sportler, als privater Mensch – selbständig und übernimmt Entscheidungen. Sonst wird man nie erwachsen. Und die Aussagen der Person, die so viele zum Teil widersprechende Rollen übernommen hat, müssen klar, respektvoll und höflich sein. Aber vor allem zuverlässig, professionell, wahrheitsgetreu, ausreichend und logisch sein. Ob das ihm passt oder nicht. Das müssen die Spieler ja auch. Die ATP-Regeln verpflichten jeden sich nach jedem Match und an vielen anderen Gelegenheiten den Medien zu stellen. Sonst werden sie finanziell bestraft.

Fragen

  • Kann Dominic mit Bresnik als Mastercoach sich weiter als Spieler entsprechend entwickeln?
  • Wird Dominic’s Selbständigkeit und sein Recht, Entscheidungen zu übernehmen und auch eigene Fehler zu machen, nicht beschränkt?
  • Ist es in Ordnung, wenn er nur selten seinen Meister in der Spielerbox sieht und dann die ganze Zeit mit einem Pokergesicht? Ist es gut für Dominic oder er würde schon hin und wieder eine warme Unterstützung aus seiner Box fühlen wollen? Seiner Geliebten? Der Mutter? Des Bruders? Eines Freunds?
  • Dominic ist ein seriöser und verantwortungsvoller Mensch. Wird der nicht durch so viele widersprechende Kommentare von Bresnik durcheinander?
  • Der Meister ist nur so gut, wie er weiß wenn er seinem Schützling genug Freiheit gibt, damit er zumindest mitentscheiden kann. Ohne dieses Freiheitsgefühl kann sich ein erwachsener Mensch nicht entwickeln. Es ist schlimm, wenn er von der hinteren Bank immer wieder Kritik hört, anstelle von Unterstützung und Vorschlägen seines Mentors. Sieht das momentan gut aus? Wenn Herr Bresnik gleichzeitig Dominic für seine über sein Alter hinausgehende Reife lobt und gleichzeitig ihm Vorwürfe stellt, die eher zu einem Buben passen, das ist doch nichts mehr als Geräusch des Geräusches wegen. Also nichts was Dominic nutzen könnte. Wenn es weiterhin im Training gut geht, sollte es nur beim Training bleiben. Ist es gut, wenn Bresnik mit kindischem Stolz Federer’s Angebot ablehnt?
  • Kann die Relation zwischen Bresnik und Thiem durch ein Brainstorming unter Teilnahme der Eltern und/oder Freunde  angepasst werden?
  • Sollte Dominic nach einem neuen Trainer schauen? Auf Bresnik als Manager verzichten (so wie es vor Jahren Federer mit der mächtigen IMG- Agency gemacht hat)?

Antworten

  • Generell würde ich am liebsten so ein Arrangement sehen. Bresnik als Haus-Coach für regulären Training wenn Dominic zu Hause ist.  Team8 als Manager. Ein neuer Hauptcoach, der Dominic auf der ganzen Tour begleiten würde. Den müsste sich natürlich Dominic wählen.  Muss niemand aus dem Hause Bresnik sein. Aber jemand, der wirklich was einbringen kann. Wie einst Annacone und Edberg für Federer. Lendl für Murray. Norman Magnusson für Wawrinka. Die Chemie muss stimmen. Nicht unbedingt mit Bresnik (mit ihm wäre das eher nicht möglich), aber mit Dominic. Und am Ende – der Vater als ein natürlicher Helfer, immer wo jemand anderer kurzfristig ausfällt.
  • Falls Dominic sich noch nicht bereit fühlt, so viel selbst zu entscheiden, müsste er entweder mit etwas Risiko doch probieren oder den Rat bei älteren Kollegen (beginnend mit Federer, so lange er es kann und will) holen. Oder aber sich total Bresnik unterordnen und hoffen, dass er als FÜNF IN EINEM immer noch für ihn die optimale Person ist. So weit kennen wir Dominic nicht und er will es auch nicht, dass wir ihn so gut kennen. Das muss jeder respektieren. Fans, Coach, Manager, Medien, wer auch immer.
  • Sowohl Dominic als auch Bresnik sollten sich der Öffentlichkeit mehr stellen. Eine befreundete Person im Spielerbox sitzen zu lassen bedeutet keinen Verzicht auf Privatsphäre. Soll etwa Federer seine Frau und Kinder verstecken? Über viele Jahre waren sie alle ständig auf Reisen. Eine extra Anstrengung. Aber die Familie war da für Roger. Nicht nur auf dem Platz, aber auch dann zuhause, für gemeinsame, ablenkende Familienereignisse. Vor allem aber ist eine liebende Familie mehr wert als Tausend heiße Fans. Das hilft im besonderen in schwierigen Situationen und das ist Dominic gerade nicht der stärkste. Es muss kein grosser Hype sein, wenn man es nicht mag. Aber etwas Humor, nicht nur kurze inhaltliche Aussagen, die an Leute gehen, die vom Tennis nicht mal 1/100 davon wissen, was jeder Spieler weiß.
  • Ein besonderer Punkt. Federer’s Angebot, sich für 2018 zusammen vorzubereiten. Dominic hat sich dazu gar nicht geäußert. Ich nehme an, ihm war es lieber, dass das Bresnik erledigt und ich gehe davon aus, dass es Bresnik’s Entscheidung war. Für mich offenbar eine falsche. Solche Angebote gehen nicht massenweise an jeden. Es geht nicht darum, das es eine große Anerkennung ist. Um seine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen, reicht es ein kurzer Lob gegenüber den Medien aus. Bresnik sagt, Dominic könne nicht so etwas mit Federer unternehmen, weil er sein Rival ist. Witzig. Stimmt das umgekehrt nicht gleichermaßen? Und soweit ist Federer stets “etwas” höher auf dem Olymp des Tennis. Bresnik. Novak., Ofner, Kohlschreiber können warten und die kriegen nie solche Angebote. Dieses einzige Mal sollte man (oder ist es noch auf dem Tisch?)  keine Minute nachdenken. So ein Geschenk ist unschätzbar. Schon verloren? Schade.
  • Eine Aktualisierung nach den letzten Bresnik’s Aussagen. Bresnik meint, es sei egal, wie die Sportler ihre Körper behandeln. Das sagt einer, der in der Position ist, dass er seinem Körper nichts antut und da steht vor ihm ein 24-jähriger, der sein Leben erst startet und es soll egal sein, wie lange sein Körper mitmacht, Hauptsache – er ist heute Top5, morgen Top3, übermorgen Nr. 1, dann vielleicht weg vom Sport. Das machen viele gescheiter, Herr Bresnik. Zum Beispiel Federer. Im Sinne des Erreichten sagt dann Bresnik, es könnte schon heuer Top3 gewesen sein, sollte Dominic nicht in den letzten Wochen so viel “liegen lassen”.  Er hatte aber eine Verletzung, die ihn nicht ausschloss aber limitiert hat, richtig? Und Bresnik sagte ja vor kurzem, früher über die Verletzung nie gehört zu haben. Das ist doch Unsinn! Hat er keinen Coach und Physio und Manager, die ihn beraten sollen, wann er eher eine Behandlung machen sollte, um dann wieder “unlimitiert” spielen zu können und nicht zu viel “liegen zu lassen”?
  • Eure Diskussionsbeiträge sind willkommen 🙂 Daraus können sich neue, bessere Antworten ergeben. Und auch weitere Fragen.

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