GRÖSSTES LOCH IN THIEM’S SPIEL – PRESSIONSPUNKTE

Die Bewegung und Schläge sind Thiem’s Stärken , so warum verliert er so viele Matches, auch wenn er gute oder sogar beste Leistung präsentiert, im besonderen in der Saison 2017?

Ich habe zahlreiche Statistiken analysiert und bin dabei auf eine gestoßen, die wahrscheinlich seine größte Schwäche dokumentiert – es sind Pressionspunkte.

Das zeigen gut diese Statistiken:

Dieselbe Statistik für SAND

Und für HARTBELAG

Und jetzt die beiden, aber nur gegen  Top10 -Spieler

ALLE BELÄGE

SAND

HARTBELAG

SCHLUSSFOLGERUNGEN

  • Thiem ist am meisten erfolgreich bei Pressionspunkten auf SAND, ist auch klar, warum. Sein Spiel ist  “made for clay” und sein Selbstvertrauen ist auf diesem Belag am höchsten. Das gibt ihm mentale Stärke gegen jeden Spieler.
  • Thiem ist am wenigsten erfolgreich bei Pressionspunkten auf HARTBELAG, was auch klar ist, es ist einfach Gegenteil zum SAND.
  • Aber da kann man auch etwas finden, das keineswegs offensichtlich, aber relativ einfach zu erklären ist .Thiem ‘s  Leistung st nämlich besser auf jedem Belag, wenn er gegen Top10 spielt als gegen Alle Spieler. Das macht klar, warum er so viele Niederlagen gegen Spieler erfährt, die um 50. oder niedriger im Ranking stehen. Die Erklärung ist nicht einfach und die hier ist meine subjektive Interpretation. Höhere Motivation gegen Top-Spieler und mangelnde Pression Favorit zu sein stärkt seine Pressionsbeständigkeit.
  • In all diesen Statistiken steht Thiem niedriger als sein ATP-Gesamtranking , nur gegen Top10 auf Sand hält er seinen ATP-Ranking. Zwei Faktoren sind hier entscheidend: Sand ist der beste Belag für seine Spielart und die Motivation ist die stärkste , weil Siegchancen sehr hoch sind.
  • Also was ist zu tun?

Generell das Spiel auf Hartbelag verbessern (wie im anderen Artikel beschrieben ist er gerade dabei, das zu tun)

Den Service verbessern, aber auf in einer bestimmten Richtung – besser weniger Asse oder Serve Winners aber mehr Erstaufschläge treffen. Das gilt für jeden Belag. Für das Selbstvertrauen ist mehr bedeutend, wenn der Spieler weiß, dass er sich auf seinen Aufschlag verlassen kann. nur wenige Doppelfehler macht und als prinzipiell ein aggressiver Grundlinienspieler (das kann sich aber demnächst ändern – siehe Artikel Richtung Federer“) mehr Chancen hat, die Ballwechsel zu verlängern und gleichzeitig Return-Winners des Gegners zu vermeiden.

Da Dominic der sog. Killerinstinkt fehlt und er spielt eher Ball&Court als den Gegner, er muss Geduld entwickeln, vielleicht doch nicht bei jedem Schlag “Volle Post“?

Vielleicht soll er an der generellen mentalen Kraft arbeiten, z.B.  Nadal als Model in dieser Hinsicht nehmen. Es geht um besseres Lesen des Spiels des Gegners und Fähigkeit, den Gegner unter Druck zu setzen . Nicht nur durch die spielerische Qualität, sondern auch durch Körpersprache (ja, ja, ich weiß, das passt nicht zu seinem sanften Charakter), um dem Gegner  zu zeigen, er kann mit jeder Situation zurecht werden, auch wenn er es in der Tat nicht kann. Das könnte einer der wichtigsten Faktoren sein, der aber – wenn man an Thiem’s Personalität denkt – nicht leicht  zu lernen und durchzusetzen wäre. Vielleicht soll er doch bleiben, wie er ist, auch wenn es dadurch mehr bittere Niederlagen gibt?

Falls Thiem auf diesem Feld nichts ändern kann oder will, er wird vielleicht immer schön und ansprechend spielen aber nie Topsiege feier?

Oder er geht einen anderen,  altbewährten, aber schwierigen und längeren Weg, indem er jedes Element seines Spiels perfekt macht. Hart,e schnelle und präzise Schläge, perfekte Bewegung, großartiger Aufschlag mit vielen Assen und Service-Winners (hier wäre nochmals Federer als Modell angebracht, besser das Spiel des Gegners lesen, öfter nach vorne kommen, nicht unbedingt ans Netz, aber mindestens in den Court vordrängen und mit schärferen Winkeln schlagen.  Wenn das eines Tages (vielleicht) erreicht ist, das Selbstvertrauen kommt von selbst und für immer.

Bilingualer Artikel (DEUTSCH und ENGLISCH) über PRESSIONSPUNKTE  liegt HIER.


Und zum Vergleich Thiem’s Position im Jahre 2016

Im der Saison 2016 war Dominic noch  fünfter gegen alle Spieler und neunte gegen Top10. Dabei war er selbst am Anfang 2016 als 20. im generellen Ranking platziert.

Was ist also passiert zwischen 2016 und 2017?

  • Jahr 2016 war sein großes Aufstiegsjahr. Von 20. am Anfang auf 8. am Ende des Jahres. War also immer noch Kein Favorit. Die Pression war dementsprechend niedriger, während spielerische Leistung schon sehr hoch war.
  • In der Saison 2016 war sein Spiel noch reines Sandspiel. 2017 hat er mit der intensiven Umstellung auf andere Beläge begonnen.  Er konnte sein immer besseres Sandspiel auch auf anderen Belägen fortsetzen. Höchstwahrscheinlich mit größerem Erfolg. Er würde aber möglicherweise für immer ein Sandspieler bleiben.
  • Die Lehre kostet Selbstvertrauen. Das sieht man dramatisch in seinem Rückfall in den Pressionspunkte-Statistiken.
  • Dafür hat er sehr viel auf Grass und Hart gelernt.
  • Nächstes Jahr wird er von diesem Kapital Zinsen ernten. Sein Selbstvertrauen kommt wieder und das auf jedem Belag, denn er wird jetzt spielerisch auf jedem Belag gleich gut. Dann wird aus dem vorübergehenden Loch ein fester Berg ⛰.Möglicherweise erleben wir 2018 einen gleich dramatischen Sprung nach oben in diesen Statistiken. Und das wird bedeuten, er wird die Mehrheit der dieses Jahr verlorenen  Matches (aber gut gespielten und fast alles fast gewonnen) endlich mal gewinnen 🖕🎾🏆.

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